Bleidenberger Ausblicke

Wallfahrtskirche Bleidenberg & Burg Thurant – Ausblicke und Touren über der Mosel

Die Wallfahrtskirche Bleidenberg und die Burg Thurant zählen zu den eindrucksvollsten Aussichtszielen über dem Moseltal. Ideal für kombinierte Ausflüge mit Panoramaweg, Klettersteig oder kurzen Stopps an besonderen Aussichtspunkten – bequem erreichbar als individuelle Taxi-Tour ab Koblenz und Umgebung buchbar.

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Wallfahrtskirche

Historie

Ein unvergesslicher Moment in der Bleidenberger Wallfahrtskirche

Als leidenschaftlicher Radfahrer suchte ich eines Abends, nur wenige Kilometer von meiner Haustür entfernt, vor einem aufziehenden Gewitter Zuflucht in der Bleidenberger Wallfahrtskirche. Die Dämmerung setzte ein, das alte Gebälk knarzte, und die Atmosphäre der Mauern wirkte zugleich unheimlich und faszinierend. In dieser Stille entstand eine besondere Verbindung zu diesem Ort.

Heute teile ich diese Nähe zur Region als Taxiunternehmer gern mit meinen Fahrgästen. Kirche und Landschaft gehören zu den stillsten und eindrucksvollsten Orten der Moselregion. Versteckt im Tal und nicht überlaufen.

Kirchen-Historie

Anreise ab Koblenz – ein stiller Geheimtipp

Die Fahrt von Koblenz zur Bleidenberger Wallfahrtskirche dauert etwa 35 Minuten bei rund 30 Kilometern Strecke. Sie führt durch stille Täler und ursprüngliche Landschaften – fernab der üblichen Touristenrouten.

Mit dem Taxi erreichen Sie den Wallfahrtsort entspannt und ohne Parkplatzsuche, direkt vor den Toren der historischen Kirche.

Panoramaweg rund um die Wallfahrtskirche

Direkt an der Wallfahrtskirche Bleidenberg beginnt ein kurzer, gut begehbarer Panorama-Pfad, der in einem ruhigen Rundgang um das Plateau führt. Schon nach wenigen Schritten öffnen sich weite Blicke ins Moseltal und hinüber zur Burg Thurant.

Der Weg verläuft ohne große Höhenunterschiede und verbindet Stille, Landschaft und Aussicht auf besondere Weise. Je nach Standpunkt wechseln Perspektiven auf Weinberge, Moselschleifen und die markante Silhouette der Burg.

Ein idealer Spaziergang für alle, die Natur und Aussicht genießen möchten – ohne sportliche Anforderungen, aber mit eindrucksvollen Momenten.

Ein Ort der Stille – das Innere der Wallfahrtskirche

Das Innere der Kirche besticht durch schlichte Schönheit und spirituelle Ruhe. Gotische und barocke Elemente verbinden sich harmonisch, kunstvolle Altäre, Glasfenster und Seitenkapellen laden zum Innehalten ein.

Ein Raum, der Geschichte, Glauben und Architektur spürbar vereint.

Burg Thurant – Wahrzeichen über dem Moseltal

Hoch über der Mosel thront die Burg Thurant auf einem schmalen Bergrücken zwischen Alken und Oberfell. Die mittelalterliche Anlage prägt das Landschaftsbild der Region und ist von vielen Punkten rund um den Bleidenberg sichtbar.

Besonders eindrucksvoll ist der Blick von den Panoramawegen oberhalb des Moseltals: Die Burg wirkt hier nahezu greifbar, eingerahmt von steilen Weinbergen und dem Lauf der Mosel tief unterhalb.

Ob als Ziel einer Wanderung, als Orientierungspunkt auf dem Klettersteig oder einfach als stiller Blickfang in der Landschaft – Burg Thurant verbindet Geschichte, Aussicht und Bewegung auf einzigartige Weise.

Burg-Historie

Eine perfekte Tour

7 Fußfälle Klettersteig

Tourlänge: 4 km lang

Höhenmeter: rund 244 Höhenmeter

Dauer mit Pausen: ca. 1 Stunde und 15 Minuten.


Ein Erlebnis für Natur- und Geschichtsliebhaber! Festes Schuhwerk und Trittsicherheit sind empfehlenswert.


Schwierigkeitsgrad der Tour vom Bleidenberg zur Burg Thurant

Die Wanderung vom Bleidenberg zur Burg Thurant ist eine abwechslungsreiche Tour, die sich sowohl für erfahrene Wanderer als auch für Einsteiger eignet. Der Weg verläuft durch Weinberge, über schmale Pfade und teilweise steilere, jedoch gut markierte Abschnitte.

  • Distanz: ca. 5 km
  • Dauer: etwa 2,5–3 Stunden (je nach Tempo)
  • Höhenprofil: moderat, mit einzelnen steileren Passagen
  • Wegbeschaffenheit: schmale Pfade, Weinbergswege, teils steinig
  • Eignung: für geübte Einsteiger und erfahrene Wanderer

Trotz einzelner anstrengender Passagen wird die Tour durch eindrucksvolle Ausblicke auf die Mosel, die umliegende Landschaft und die historische Kulisse der Burg Thurant belohnt. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da einige Wegabschnitte uneben und steinig sein können. Insgesamt verbindet diese Wanderung Naturerlebnis, Bewegung und Geschichte zu einem besonderen Ausflug.

Die Wallfahrtskirche „Unserer Lieben Frau“: Ein Blick in die Geschichte

Die Wallfahrtskirche „Unserer Lieben Frau“ auf dem Bleidenberg, ursprünglich eine Dreifaltigkeitskirche, zieht bis heute zahlreiche Besucher an. Ihre Baugeschichte, die sich in drei Phasen gliedern lässt, reicht bis ins 10. oder 11. Jahrhundert zurück. Die frühromanische Kapelle, der Mutter Gottes geweiht, wurde während der Thuranter Fehde zerstört.

Diese Fehde, ausgelöst durch den tyrannischen Herren der Burg Thurant, führte 1248 zur Belagerung der Burg durch den Erzbischof von Trier und die lokale Bevölkerung. Nach der erfolgreichen Eroberung wurde die Kirche im Jahr 1250 zu Ehren des Sieges wiederaufgebaut.

Ein Ablassbrief aus dem Jahr 1256, ausgestellt von kirchlichen Würdenträgern aus Rom, bestätigte die Wallfahrt zur Bleidenbergkirche und gewährte Pilgern einen Ablass von 40 Tagen. In den folgenden Jahrhunderten erlebte die Kirche zahlreiche Veränderungen und verfiel zeitweise, bevor in den 1960er-Jahren durch die Initiative des Oberfeller Pfarrers Walter Leonards eine umfassende Restaurierung begann.

Die enge Verbundenheit der Bevölkerung von Oberfell mit der Kirche zeigt sich bis heute in traditionellen Prozessionen sowie in der Gründung des Musikvereins „Mosella“, der diese Veranstaltungen musikalisch begleitet. Die Wallfahrtskirche ist damit nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein lebendiges Zeugnis regionaler Kulturgeschichte.

Die Bedeutung der „Bleiden“ im Mittelalter

Im Mittelalter bezeichnete der Begriff „Bleiden“ spezielle Artilleriewaffen, die bei Belagerungen eingesetzt wurden. Diese auch als Bliden oder Trebuchets bekannten Kriegsgeräte konnten große Steine und andere Geschosse über weite Entfernungen schleudern und spielten eine entscheidende Rolle bei der Eroberung befestigter Anlagen.

Besonders in Konflikten wie der Thuranter Fehde hatten Bleiden große strategische Bedeutung. Sie ermöglichten es den Angreifern, massive Verteidigungsanlagen zu überwinden und trugen maßgeblich zum Ausgang solcher Auseinandersetzungen bei.

Burg Thurant: Macht, Konflikt und Wandel im Moseltal

Die Burg Thurant wurde im frühen 13. Jahrhundert auf einem schmalen Bergrücken über der Mosel errichtet. Ihre strategische Lage zwischen Alken und Oberfell erlaubte die Kontrolle des Moselverkehrs und machte die Anlage früh zu einem Machtzentrum im unteren Moseltal.

Erbauer der Burg war Pfalzgraf Heinrich bei Rhein, ein Bruder Kaiser Ottos IV. Nach seinem Tod geriet Thurant jedoch rasch in den Mittelpunkt politischer und territorialer Auseinandersetzungen. Mehrere geistliche und weltliche Herrschaften erhoben Anspruch auf die Burg und das zugehörige Gebiet.

Der Höhepunkt dieser Konflikte war die sogenannte Thuranter Fehde in den Jahren 1246 bis 1248. In ihrem Verlauf wurde die Burg von den Erzbischöfen von Trier und Köln gemeinsam belagert und schließlich erobert. Die Ereignisse dieser Zeit wirkten sich auch auf das Umland aus und stehen in engem historischen Zusammenhang mit der Zerstörung und dem späteren Wiederaufbau der Wallfahrtskirche auf dem nahegelegenen Bleidenberg.

Nach dem Sieg wurde Burg Thurant zwischen Trier und Köln geteilt – eine bis heute außergewöhnliche Konstruktion, die sich architektonisch in zwei getrennten Burgbereichen widerspiegelt. Diese doppelte Herrschaft prägte die weitere Entwicklung der Anlage über Jahrhunderte.

Mit dem Niedergang der mittelalterlichen Burgherrschaften verlor Thurant allmählich ihre militärische Bedeutung. Teile der Anlage verfielen, bis die Burg im 19. und 20. Jahrhundert restauriert und als historisches Bauwerk neu erschlossen wurde. Heute ist sie ein markantes Zeugnis mittelalterlicher Machtpolitik und ein zentraler Orientierungspunkt in der Kulturlandschaft rund um den Bleidenberg.

Vergessene Heilpflanzen rund um den Bleidenberg

Zwischen Mosel und Maifeld wächst eine Vielfalt an Wildkräutern, die schon im Mittelalter genutzt wurde – genau dort, wo die Wallfarhtskirche steht. Wer nach der Burg-Tour tiefer in Kräuterkunde, Hausmittel und vergessene Heilpflanzen eintauchen möchte, findet hier einen fundierten Einstieg mit Anwendungen, Hintergründen und saisonalen Tipps.

Vergessene Heilpflanzen entdecken

Bleidenberger Ausblicke

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Burg Eltz

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Traumhaft schöne Anreise ab Koblenz durchs Moseltal übers Maifeld zur Burg Eltz.